Eine Ausstellung über die Endlichkeit und das Leben
Das Leben ist einzigartig.
Und es wird enden.
Reden wir darüber.
Über das Sterben spricht man nicht gern in einer Gesellschaft, die immer gesünder und leistungsfähiger werden will. Doch jedes Leben endet mit dem Tod. Früher oder später.
AUF EIN STERBENSWORT lädt dazu ein, sich diesem schwierigen und zugleich ganz alltäglichen Thema zu nähern. Sterben ist – wie die Geburt – eine natürliche Bedingung des Lebens und etwas, das alle Menschen verbindet.
Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen filmische Porträts und Fotografien von 19 Frauen und Männern, die auf sehr unterschiedliche Weise mit der eigenen Endlichkeit konfrontiert sind.
Dafür haben die Dokumentarfilmerin Sylvie Hohlbaum und der Fotokünstler Steffen Baraniak zwei Jahre lang recherchiert und Menschen gefunden, die bereit waren, ihre Gedanken, Gefühle und Ängste zum Thema Sterben zu teilen. Darunter sind junge Schwerkranke, Menschen mit Nahtoderfahrungen sowie Hochbetagte.
Ergänzt werden die Porträts durch großformatige Banner mit Fragen wie „Was haben Sie in Ihrem Leben verpasst?“ oder „Würden Sie alles noch einmal genauso machen?“. Sie eröffnen einen persönlichen Zugang zum Thema und schaffen Raum für die Auseinandersetzung mit der eigenen Endlichkeit.
Wie intensiv oder zaghaft diese Annäherung geschieht, bleibt den BesucherInnen selbst überlassen. Vor Ort stehen VermittlerInnen für Gespräche und Fragen zur Verfügung. Ergänzende Fragekarten bieten die Möglichkeit, eigene Antworten zu formulieren oder weitere Fragen aufzuwerfen.
Das Projekt geht auf die Wanderausstellung DIALOG MIT DEM ENDE zurück, die mit Unterstützung der Homann-Stiftung, der Körber-Stiftung und der Beisheim Stiftung 2019 erstmals gezeigt wurde und bis 2023 durch Deutschland tourte. In diesem Zeitraum wurde die Ausstellung von mehr als 20.000 Menschen besucht.
Auf Initiative von Doris Kreinhöfer und Steffen Baraniak wurde die Ausstellung unter Beibehaltung ihres künstlerischen Konzepts vereinfacht und für den Transport optimiert, sodass sie ihre Wirkung auch in kleineren Häusern entfalten kann. Unter dem neuen Titel AUF EIN STERBENSWORT ist sie seit März 2026 erneut auf Wanderschaft.
Wer die Ausstellung besucht, gewinnt neue Perspektiven, erlebt ehrliche Begegnungen und entdeckt, dass das Gespräch über das Ende immer auch ein Gespräch über das Leben ist.



